Die denkmalgerechte Sanierung des Komethofs
Das denkmalgeschützte Ensemble, bestehend aus einem großen Wohngebäude und zwei kleineren Wirtschaftsgebäuden, stammt aus dem 13. Jahrhundert und befindet sich im historischen Kern von Salem-Neufrach. Früher wurde das Gebäude unter anderem als Gastwirtschaft genutzt.

Das Wohngebäude zeichnet sich durch Sichtfachwerk, große Raumhöhen und hölzerne Kassettendecken in den ehemaligen Gasträumen aus.

An der Fassade müssen zahlreiche Schäden am Holz saniert werden. Die Dacheindeckung ist undicht. Das Dachgeschoss ist dunkel und kalt.

Das Dach wird repariert und mit Aufdachdämmung versehen, damit der großzügige Dachraum ganzjährig nutzbar wird. Die neuen Gaupen bringen Licht in die entstehenden Räume. Die Geschossdecken werden statisch und brandschutztechnisch ertüchtigt. Die Fenster werden als passgenaue Holzfenster nach historischem Vorbild erneuert. Alle Arbeiten werden mit dem Landesdenkmalamt abgestimmt.

Auf eine nachhaltige Bauausführung wird großen Wert gelegt. So wird beispielsweise auf den Einsatz von Stahl und synthetischen Dämmmaterialien verzichtet. Stattdessen besteht das Fachwerk aus Holz und Ziegelsteinen, innenseitig mit Kalkputz gedämmt und mit Wandheizungsplatten verkleidet. Diese sorgen für ein angenehmes, allergikerfreundliches Raumklima und halten gleichzeitig das Holzfachwerk trocken. Den Abschluss bildet ein Lehmputz. Neue Innenwände werden in Holzständerbauweise mit Lehmziegelausfachungen und Lehmputz erstellt.

Durch die Maßnahmen wird der historische Denkmalcharakter bestmöglich mit hohem Wohnkomfort und modernen energetischen Standards verbunden.


Dokumentation über die Denkmalsanierung am Komethof in Salem-Neufrach.
Unsere Mitarbeiterin Christina Hansen beschreibt detailliert alle Schritte der Sanierungsarbeiten.
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